Umgezogen

Ihr Lieben, es ehrt mich ja sehr, dass sich hier immer noch Leute für das Blogabo anmelden, obwohl es keinen Beitrag mehr geben wird. Aber aus diesem Grund hier noch mal der Hinweis: Bitte meldet euch doch für meinen neuen Blog an, wenn ihr weiterhin Neuigkeiten von mir haben wollt. Hier entlang: http://www.sandra-schindler-schreibt.de/ueber_mich/

Anmelden könnt ihr euch rechts auf der Seite.

Zusätzlich arbeite ich gerade an meinem ersten Newsletter, der in Kürze veröffentlicht wird. In der ersten Ausgabe wird es einen exklusiven Bericht zu meinem ersten Fahrradurlaub geben: unser Abenteuer mit Kindern, Hund und Zelt auf dem Maintalweg.

Wie sich die anderen Zuggäste verhalten haben, als meine Kleine schon mit einem Bein im Loch zwischen Gleis und Bahn hing, was unser wasserscheuer Hund tat, als alle in den Main sprangen, in welcher fränkischen Stadt es das beste vegane Eis gibt und welcher Camping-Platz unser Geheimtipp ist, all das erfahrt ihr per E-Mail, wenn ihr euch hier anmeldet: http://www.sandra-schindler-schreibt.de/2016/08/07/der-erste-fahrradurlaub/

Bis hoffentlich bald.

Eure Sandra

 

 

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Mein allerletzter Artikel

Ihr Lieben,

es hat sich einiges getan in letzter Zeit. Manche von euch haben ja mitbekommen, dass ich künftig weniger lektorieren und mehr selbst schreiben möchte. Deshalb habe ich mir eine neue Webseite machen lassen. Ihr findet sie hier: http://www.sandra-schindler-schreibt.de

Dorthin hat meine wunderbare Grafikerin auch meinen kompletten Blog exportiert. Mit anderen Worten: Das hier wird mein letzter Beitrag auf diesem Blog sein, denn künftig werde ich auf meiner Autorenseite weiterschreiben (und diesen Blog in ein paar Monaten vom Netz nehmen). Ich hoffe sehr, dass einige von euch meinen Weg weiterhin verfolgen möchten. Leider konnten wir die Blog-Abonnenten nicht übertragen, von daher: Wer weiterhin immer über alles informiert werden möchte, was ich so tue, der möge bitte auf der neuen Webseite meinen Blog abonnieren. Einen Newsletter wirds auch geben, sobald ich etwas Spannendes zu berichten habe. Auch den könnt ihr abonnieren.

Thematisch denke ich, dass ich weiterhin über alles Mögliche schreiben werde, was mich bewegt. Aber Kochbuchrezensionen wirds vermutlich eher nicht mehr geben.

Für alle, die gehen: Vielen Dank für eure Treue und alles Gute euch! Für diejenigen, die mit mir umziehen: Ich freu mich auf euch! Wellcuisine

So, genug der Vorrede. Jetzt kommt er, mein letzter Artikel:

Ein etwas anderes Kochbuch ist Stefanie Reebs „wellcuisine“. Es besteht nämlich nicht nur aus Rezepten, sondern aus einem so umfangreichen Informationsteil, wie ich ihn noch nie in einem Kochbuch gesehen habe.

Am Anfang erfahren wir, wie Stefanie dazu kam, sich gesünder zu ernähren. Eigentlich eine nicht ganz untypische Geschichte: Die Oma sorgte dafür, dass die kleine Stefanie stets mit Süßkram versorgt wurde. Das Mädchen fühlte sich zunehmend schlapp und überfordert und hatte fast schon chronisch Bauchschmerzen. Irgendwann wurde ihm eine Lebensmittelunverträglichkeit attestiert: Stefanie war allergisch gegen Zucker, Milchprodukte und Weizenmehl. Und deshalb fing das junge Mädchen an, sich selbst in die Küche zu stellen.

Im ersten Teil des Buchs lesen wir Inspirationen für ein gutes und gesundes Leben.

  • Regel 1: Triff deine eigenen Entscheidungen. Finde heraus, was dir schmeckt und guttut, indem du deine eigenen Regeln lebst. Bauchgefühl und gesunder Menschenverstand leiten diese intuitive Ernährung.
  • Regel 2: Iss natürlich. Für die Autorin bedeutet das, hauptsächlich pflanzliche Lebensmittel zu konsumieren und sich auf biologisches Essen ohne Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker zu konzentrieren. Diese Rubrik beinhaltet auch eine Übersicht über das Essen nach den Farben des Regenbogens – und eine Aufschlüsselung darüber, welche Vorteile Essen hat, das hauptsächlich aus einer bestimmten Farbe besteht. Grünes Obst und Gemüse wirkt z. B. entgiftend.
  • Regel 3: Liebe dich selbst. Versuch nicht, es allen recht zu machen, und sag einfach mal Nein. Lass nicht zu, dass dich der innere Kritiker zu sehr niedermacht. Interessant finde ich an der Stelle, dass Stefanie Neid als etwas Positives darstellt. Neid zeige einem die eigenen Sehnsüchte auf. Sie selbst habe z. B. früher immer einen Stich gefühlt, wenn sie hörte, dass jemand aus ihrem Bekanntenkreis ein Buch veröffentlicht oder einen Buchvertrag unterschrieben habe.
  • Regel 4: Sei nicht sauer. Was heißen soll, dass man für ein Säure-Basen-Gleichgewicht sorgen soll, um ausgeglichen zu sein.
  • Regel 5: Sorge für ein gutes Klima. Damit meint sie vor allem das Darmklima, denn es ist bewiesen, dass schlechtes Essen (also stark verarbeitetes Essen mit einem hohen Anteil an weißem Zucker und Weißmehl) nicht nur zu Übergewicht, sondern auch zu Depressionen führt. Menschen, die sich überwiegend von Obst, Gemüse und Fisch ernährten, hatten laut einer Studie ein viel geringeres Risiko, an einer Depression zu erkranken.
  • Regel 6: Hör auf deinen Körper und auf deinen Instinkt.
  • Regel 7: Vergiss die Zahlen. Da geht es ums Kalorienzählen, das die Autorin für überflüssig hält. Als ich den Abschnitt las, musste ich gleich an das Gesetz der Anziehung denken, wie es Rhonda Byrne schon vor vielen Jahren in „The Secret“ beschrieben hat. Dieses Gesetz gilt wohl auch fürs Essen: Wer die ganze Zeit an seine überflüssigen Pfunde denkt und deshalb frustriert ist, zieht damit weitere Pfunde und mehr Frustration an. Stefanies Empfehlung ist, mehr zu essen, aber eben das richtige – z. B. viel Grünes.
  • Regel 8: Heile dich selbst – nämlich indem du weißt, welche Lebensmittel du zu dir nehmen musst, um ein bestimmtes gesundheitliches Problem zu beheben.

Im Anschluss kommen die oftmals glutenfreien oder veganen Rezepte, die unterteilt sind in folgende Kategorien:

  • Frühstück (z. B. Erdbeer-Pancakes, französisches Bauernbaguette oder Sesam-Knäckebrot)
  • Snacks (z. B. Rote-Bete-Dip, Rosmarin-Popcorn oder gesalzener Karamell-Dip)
  • Suppen (z. B. Zitronen-Linsensuppe, Kalte Melonen-Gurken-Suppe oder Pilzsuppe mit Walnuss-Thymian-Crumble)
  • Salate (z. B. Erdbeer-Spargel-Salat mit rosa Dressing, Caesar Salad mit Walnuss-Croutons oder Belugalinsensalat mit Birne und gerösteten Trauben)
  • Kleine Gerichte (z. B. Socca mit Rosmarin-Schmortomaten, Rösti mit Feldsalat und Kartoffeldressing oder gebackener Blumenkohl mit veganer Mayonnaise)
  • Hauptmahlzeiten (z. B. Kartoffel-Trüffel-Pizza, Tortillas mit Rotkohl oder Falafel mit Quinoa-Kräuter-Salat)
  • Süsses (z. B. Espresso-Granita wie in Rom, Zitronen-Créme-Brulée oder Pots de Crème [eine elegantere Bezeichnung für geschichteten Pudding])
  • Getränke (z. B. Ananaslimonade oder selbstgemachte Hafermilch).
  • Zum Schluss gibt es noch eine Extrarubrik Beauty mit Anleitungen z. B. zur Herstellung selbstgemachter Peeling- und Gesichtsmasken.

Darauf folgen nach Jahreszeiten geordnete Menüvorschläge.

Fazit: Ein originelles, abwechslungsreiches, wunderschön bebildertes Kochbuch mit manchmal sehr experimentell klingenden Rezepten. Ich habe einige davon ausprobiert und war wirklich sehr angenehm überrascht.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Rezension und Verlosung von Titus Müllers „Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben“

Zum Welttag des Buches (am 23. April) gibts mal wieder was zu gewinnen. Wer sich für Bücher für Autoren interessiert, ist hier richtig.

Ich hab mich entschieden, mal ein paar Bücher zu lesen, in denen Tipps zum besseren Schreiben gegeben werden. Bei einigen davon konnte ich nur den Kopf schütteln. Da wurden in katastrophalem Deutsch Binsenweisheiten aneinandergereiht. Puh. Einige andere waren ganz in Ordnung.

Herausragend fand ich nur zwei Bücher. Das eine war Stephen KingsOn Writing“, das ich wirklich jedem angehenden Autor empfehlen kann. Es ist eine Mischung aus Schreibtipps und Autobiografie (und es mag manche Leser beruhigen zu lesen, wie viele Absagen King einstecken musste, bis er endlich richtig durchgestartet ist). Bei den Tipps habe ich im Geiste immer wieder zustimmend genickt, denn King erwähnt alles, was ich meinen Autorinnen und Autoren seit Jahren zu vermitteln versuche. Aber es gab auch einige Dinge, die ich nur geahnt hatte. Sie vom Meister bestätigt zu bekommen, war beflügelnd.

Das andere Buch war das, was ich dieses Jahr im Rahmen der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ verlosen möchte: Titus MüllersVom Abenteuer, einen Roman zu schreiben“. Aufgefallen ist mir gleich – da kommt wieder die Lektorin durch –, wie angenehm fehlerarm das bei epubli erschienene Buch ist.

Und was lässt sich über den Inhalt sagen? Wie Kings „On Writing“ handelt es sich um eine Mischung aus Autobiografie und Schreibtippsammlung. Ich mag die kleinen Geschichten, die Müller in die Handlung eingewoben hat.

Er ist der Meinung, einen Roman zu schreiben und zu bearbeiten, ist so ähnlich wie das Einfangen und Zähmen eines wilden Pferdes. Müller betont übrigens, wie wichtig es ist, dafür Co-Zähmer zu haben – nämlich die Lektoren, die oft viel klarer sehen als der Autor selbst. Titus Müller, Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben

Der Autor müsse versuchen, trotz Selbstzweifeln produktiv zu sein. Lieber erst mal etwas schreiben und es dann überarbeiten, als aus lauter Angst gar nichts zu schreiben. Wie man den inneren Kritiker lähmt, dafür gibt es Erklärungsansätze im Buch.

Das Erzeugen von Spannung vergleicht Müller mit dem Warten auf Weihnachten: Es sind nicht die Geschenke selbst, auf die man so sehnsüchtig wartet, sondern es ist die ganze gespannte Stimmung, die für so viel Kribbeln sorgt. Einmal – so gibt er zu – fand er seine Weihnachtsgeschenke zufällig im Schrank. Dadurch war für ihn die wichtige Frage nach dem, was er wohl bekommen würde, beantwortet – und Weihnachten war ruiniert.

Es ist daher die Aufgabe eines jeden Schreibenden, den Leser möglichst lange mit spannenden Fragen (u. a. in Form von Cliffhangern) bei Laune zu halten. Natürlich darf man dabei aber auch nicht übertreiben, sonst wird es zu viel für den Leser und es entsteht das Geisterbahnsyndrom: „Schwierigkeiten tauchen aus dem Nichts auf, werden gemeistert, dann taucht die nächste Schwierigkeit auf.“ (S. 41)

Das Kapitel zum Thema Überarbeiten beginnt mit einem treffenden Zitat von Fontane: „Drei Viertel meiner ganzen literarischen Tätigkeit ist überhaupt Korrigieren und Feilen gewesen. Und vielleicht ist drei Viertel noch zu wenig gesagt.“ (S. 47)

Müller fragt sich nach dem Schreiben u. a.,

  • ob er dem Leser genügend Orientierung gegeben hat, ob der Leser also weiß, wo die Romanfiguren sich befinden.
  • ob er aus der richtigen Perspektive geschrieben hat. (Dass ein Autor eine bestimmte Erzählperspektive gewählt hat – und plötzlich gar nicht merkt, dass der Protagonist auf einmal eine andere Sicht eingenommen hat und z. B. Dinge weiß, die er eigentlich gar nicht wissen kann, ist ein Fehler, den ich sehr häufig in Manuskripten finde.)
  • ob die Dialoge glaubwürdig sind. (Mein Rat dazu: Den eigenen Text laut lesen und überlegen, ob die Unterhaltung wirklich so klingt, als hätte sie tatsächlich stattfinden können.)

In einem weiteren Kapitel geht es um Sprache und darum, wie man diese abwechslungsreich gestaltet. Wer schon mal mit einer Lektorin gearbeitet hat, weiß, wovon da die Rede sein wird: Vor allem von überflüssigen Adjektiven, aber auch von Wort- oder Konstruktionswiederholungen.

blogger2015W-1024x533-2Dann geht es um die Wahl der Figuren, um den Wunsch des Lesers, sich mit einer Figur zu identifizieren und darum, dass ein Protagonist ohne Fehler, ohne Ecken und Kanten einfach langweilig ist.

Schließlich kommen wir zum Traum eines jeden, der mit dem Schreiben begonnen hat: dem Veröffentlichen. Ist es sinnvoll, sich mit anderen Autoren zu vergleichen? Auch dazu hat Müller Stellung genommen. Wer veröffentlichen will, sollte vorgehen wie beim ersten Date, denn: „Hat sich der Lektor einmal verliebt, wird er Ihnen einen Antrag machen.“ (S. 100) Und genau das ist ja das Ziel!

Interessante Ideen liefert auch das Kapitel über das Selbstmarketing. Es lohnt sich, immer über den Tellerrand zu schauen, was Müller z. B. getan hat, als er seinen Roman „Die Brillenmacherin“ in Großstädten bei Optikern vorgestellt hat. Geniale Idee. Also: Sucht euch solche Nischen und seid erfinderisch.

Das lesenswerte Ende des Buchs besteht aus drei Interviews mit prominenten Interviewpartnern (Andreas Eschbach, Rebecca Gablé und Kai Meyer) und zwei Anhängen, nämlich zum Thema, ob man das Schreiben lernen kann und inwiefern der historische Roman ein Sonderfall ist.

Fazit: Ein rundum gelungenes, sehr empfehlenswertes Buch.

Vielen Dank an epubli, die meine Verlosung durch ein Buchexemplar unterstützt haben. Und das  könnt ihr bei mir gewinnen. Hinterlasst mir dazu einfach bis zum 26. April 2016 einen Kommentar (entweder hier oder auf meiner Fanpage [Thread zu diesem Artikel]) und verratet mir, was für euch ein Buch besonders lesenswert oder authentisch macht.

Teilnahmebedingungen: Jeder kann am Gewinnspiel teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner / die Gewinnerin wird nach Ende der Frist von Kinderhand ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Ab da hat er/sie eine Woche Zeit, mir seine Adresse für den Postversand des Gewinns mitzuteilen. Erhalte ich keine E-Mail, dürfen die Kinder nach Ablauf der Frist erneut einen Gewinner ziehen. Ich sammle keine Daten von Teilnehmenden und gebe Daten auch nicht an Dritte weiter. Für Gewinne, die auf dem Postweg verloren gehen, wird keine Haftung übernommen.

Drei erfreuliche Mitteilungen in eigener Sache zum Schluss:

  1. Jessica Kochs Buch „Dem Horizont so nah“ ist jetzt knapp einen Monat auf dem Markt und hat bereits über 270 5-Sterne-Rezensionen. In den E-Book-Charts belegt das Buch nach wie vor Platz 1. Ich freu mich sehr für Jessica!
  1. Ich weiß gar nicht, ob ich schon erwähnt habe, dass im September mein erstes Buch herauskommt? Es heißt „Der kleine Milchvampir“ und mein Verlag hat gerade eine Ausschreibung gestartet, um einen Illustrator bzw. eine Illustratorin für mich zu finden. Wer also jemanden kennt: Bitte macht denjenigen sehr gerne auf die Ausschreibung aufmerksam. Ihr findet sie hier.
  1. Ich hab neulich FAQ zum Schreiben veröffentlicht. Vielleicht habt ihr sie schon gesehen. Falls nicht, schaut mal hier.  Diese Seite hat dazu geführt, dass ich in letzter Zeit erstaunlich viele sehr nette Menschen kennengelernt habe. Wunderbar! Allein dafür hat sich die Mühe gelohnt.

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Kann man ohne Leidenschaft texten?

Manchmal gibts wirklich komische Zufälle. Ihr kennt ja inzwischen die Blogwichtelaktion des Netzwerks Texttreff. Und vielleicht erinnert ihr euch an den tollen Beitrag über die Maori, den mir Annette Lindstädt von rumreiserei.de letztes Jahr geschenkt hat. Nun sind wir ja im Texttreff über 900 Frauen – und etliche von ihnen bloggen. Und wen zog die Wichtelfee dieses Jahr für mich? Ihr ahnt es schon: Annette Lindstädt. Ihr Beitrag kam etwas später, aber ich habe nie daran gezweifelt, dass ich ihn irgendwann bekommen würde – und siehe da: Hier ist er! Ich hatte Annette ein paar Fragen zu ihrem Job als Auftragsschreiberin gestellt:

Ich frage mich immer, wie man über etwas schreiben kann, was einem nicht liegt. Ich schreibe ja sehr gerne, aber ich kann nur über Dinge schreiben, die mich beschäftigen, bewegen, für die ich eine Leidenschaft habe. Aber was machst du, wenn du einen Text über irgendetwas total Langweiliges oder Ätzendes schreiben sollst?

Über sowas schreibe ich nicht … Spaß beiseite: Ich schreibe schon über (vermeintlich) trockene Themen – neulich zum Beispiel eine Success Story über ein Abrechnungssystem. Oder über Reiserichtlinien. Oder über Onlinebuchung. Ich finde das aber gar nicht langweilig – denn meist sind das erklärungsbedürftige Produkte und Dienstleistungen, die ihren Charme entfalten, wenn man sich intensiv damit beschäftigt. Oder eben, wenn man erkennt, was damit gemacht wird und wie nützlich sie sind. colorful-1187114_640

Was ich relativ wenig interessant finde, sind Konsumgüter – mit ein paar Ausnahmen: Hundefutter und -bedarf zum Beispiel fände ich ziemlich reizvoll! Da sehe ich eine Parallele zu dir: Bei Themen, die mich auch privat packen, geht es mir natürlich leichter von der Hand.

Aber im täglichen Job als Konzeptionerin und Texterin befasse mich tatsächlich am liebsten mit erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen und schreibe daher tendenziell eher im B2B-Bereich. Das ist ja irgendwie Geschmackssache. Ich finde oft so Prozessgeschichten spannend – wenn z. B. jemand eine Software einführt und dadurch alles besser, zeitsparender, bequemer funktioniert.

Aber was machst du, wenn du für Kunden texten musst, von deren Produkt du eigentlich gar nicht überzeugt bist?

Produkte, die mich nicht überzeugen? Hm. Meistens schreibe ich so tolle Texte darüber, dass ich sie dann selbst kaufen will. Im Ernst: Ich denke, was in deiner Frage mitschwingt, ist das Thema Distanz vs. Leidenschaft. Natürlich machen die Jobs am meisten Spaß, bei denen ich denke „Wow, tolles Produkt!“ oder „tolle Persönlichkeit, tolle Dienstleistung!“. Aber auch wenn mich das zu Beschreibende nicht selbst berührt, weil ich z. B. gar nicht Zielgruppe bin, versuche ich mich dennoch in diese reinzuversetzen und zu überlegen, was ihr daran gefallen, was sie überzeugen würde. Das finde ich dann sozusagen auf der Metaebene interessant, und auf dieser entwickle ich dann die Leidenschaft für das, was ich dann konzipieren oder beschreiben darf.

Diese Metaebene funktioniert auch, wenn ich etwas vermitteln soll, was in der Tat relativ eintönig ist. Vor Jahren habe ich mal einen Onlinekurs konzipiert, der Angestellte eines Unternehmens dazu anleiten sollte, Dokumente ordnungsgemäß und nach klar definierten Prozessen zu archivieren. Das ist natürlich nun nicht gerade aufregend – vor allem nicht für die Leute, die das machen müssen. Aber es muss eben getan werden, damit in bestimmten Fällen entscheidende Dokumente schnell wiedergefunden werden können. Da fand ich dann die Herausforderung interessant, diese offen gestanden total drögen Lerninhalte so aufzubereiten, dass die Lernenden es zumindest okay fanden, das durchzuarbeiten.

Aber natürlich gibt es auch Aufträge, die mich nicht packen – auch nicht auf der Metaebene –, die ich dann aber einfach trotzdem erledige, und zwar möglichst gut.

Und was machst du, wenn du Kundenanfragen hast von Unternehmen, mit denen du nichts zu tun haben willst? Oder gibts das nicht, dass Leute oder Produkte kommen, mit denen du gar nicht kannst?

Das ist ein schwieriges Thema. Natürlich wünschen wir uns alle Kunden, die genau auf der gleichen Wellenlänge schippern wie wir selbst. Bisher klappt das bei mir sehr gut – ich habe ausnahmslos angenehme, nette Kunden. Dafür bin ich sehr dankbar. Ob das Zufall ist? Wahrscheinlich nicht nur. Ich denke schon, dass ich durch das, was ich nach außen zeige – also meine Website, meine Präsenz in Social Media usw. – relativ viel von meiner Persönlichkeit und meiner Arbeitsweise zeige. Das zieht dann auch eher Menschen – und damit Unternehmen – an, die zu mir passen.

Ganz selten ist es vorgekommen, dass ich eine Anfrage aufgrund eines Störgefühls nach einer Bedenkzeit abgelehnt habe – da verlasse ich mich dann auf mein Bauchgefühl, das nach 13 Jahren Selbstständigkeit ganz gut funktioniert. Abgesehen von ganz handfesten Gründen, wo wir z. B. preislich nicht zusammengekommen sind oder ich einfach keine Kapazitäten hatte. Und manchmal komme ich tatsächlich mit dem Produkt nicht klar (oder kann es schlicht fachlich nicht bewältigen), dann sage ich auch das ganz offen.

140524_Annette_webUm zur Eingangsfrage zurückzukommen, ob man ohne Leidenschaft texten kann: Ich glaube nicht. Aber es muss – in meinem Fall – keine Leidenschaft für das Thema an sich sein. Ich würde zum Beispiel nicht behaupten, dass ich eine Leidenschaft für Reisesicherheit oder Bewerbungsgespräche oder Malz (alles Themen, über die ich schreibe) habe. Aber ich habe eine Leidenschaft für das, was diese Produkte oder Dienstleistungen bewirken oder für die Unternehmerpersönlichkeit, die dahintersteckt. Ich schätze die Herausforderung, Inhalte passend aufzubereiten und liebe auch die Themenmischung, weil es so nie langweilig wird.

Annette, vielen lieben Dank für das tolle Interview!

Annette Lindstädt konzipiert, textet und redigiert. Sie berät vor allem kleine und mittlere Unternehmen zu Content Marketing und Corporate Publishing. www.worthauerei.de

 

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Autoreninterview mit Jessica Koch

Ich hatte die Ehre, eins der ersten Interviews mit meiner Kollegin Jessica Koch zu führen, die ich als Lektorin betreue. Ich kann euch verraten, dass ich noch nie (!) ein Buch so schnell lektoriert habe wie ihres, denn diese wahre Geschichte hat mich einfach umgehauen.

Jessica, nächsten Dienstag kommt dein erstes Buch auf den Markt. Wie fühlst du dich? Kannst du dein Buch noch sehen?

Ob ich es noch sehen kann? Du bist lustig. Du kannst mich morgens um halb fünf wecken und mir eine Seitenzahl nennen, und ich sage dir in einer halben Minute die ersten und die letzten drei Sätze. Rückwärts!
Nein, im Ernst. Ich liebe mein Buch. Mir kommen an bestimmten Stellen noch immer die Tränen …

Ist das deine erste Erfahrung mit der Verlagswelt?

Nicht ganz. Ich habe mein Buch vor 13 Jahren schon mal geschrieben. In ähnlicher Form. Es diente lediglich dazu, mir alles von der Seele zu schreiben. Aber aus Spaß habe ich es trotzdem an zwei Publikumsverlage geschickt und sofort eine Zusage bekommen.
Die wollten echt meine Geschichte veröffentlichen! Der Gedanke daran, dass jeder das dann lesen kann, hat mich so erschreckt, dass ich den Vertrag mitsamt meinem Manuskript verbrannt habe. Ich habe mich bei dem Verlag nie wieder gemeldet und auch nie mehr etwas geschrieben.
Bis mein Mann Wind davon bekommen hat und mich so sehr gedrängt hat, dass ich alles noch einmal aufgeschrieben habe.
Autorenfoto Jessica Koch

Du hast dich entschieden, dein Buch in einem kleineren Verlag herauszubringen. Warum?

Ich hatte mehrere Angebote von Literaturagenturen und muss zugeben, ich habe rein nach Bauchgefühl entschieden. Der Verleger war mir sympathisch und er war von meiner Geschichte überzeugt. Deswegen habe ich mich für diesen Verlag entschieden.

Hast du dein Buch lektorieren lassen, bevor du es an deine Literaturagentur geschickt hast?

Öhm. Das darf ich jetzt niemandem sagen … Es war weder lektoriert noch korrigiert noch testgelesen. Die Agentur hat auf mein Manuskript gewartet, noch bevor es fertig war. Ich habe den letzten Satz getippt und es postwendend weitergeleitet.
Ohne noch mal drüberzulesen. Ohne Autorenbiographie und mit völlig falscher, katastrophaler Formatierung.

Man munkelt ja, dass man in kleinen Verlagen für alles selbst bezahlen muss. Welche Kosten sind bisher auf dich zugekommen?

Ich habe schon darauf geachtet, bei einem seriösen Verlag unterzukommen. Das war für mich Bedingung. Self-Publishing oder Druckkostenzuschuss-Verträge wären für mich nie in Frage gekommen. Da hätte ich das Manuskript lieber ein weiteres Mal verbrannt.
Also, um es kurz zu machen: Ich hatte selbstverständlich keine Kosten. Doch, Porto – als ich meinen Vertrag zurückgeschickt habe!

Für diejenigen, die gerade zum ersten Mal von deinem Buch hören. Worum geht es in „Dem Horizont so nah?“

Es ist eine Erzählung aus meiner Vergangenheit. Ich bin damals zwei Menschen begegnet, die mich in vielerlei Hinsicht sehr beeindruckt und geprägt haben. Ich weiß nicht, ob man es einfach eine Liebesgeschichte nennen kann. Denn es ist sehr viel mehr. Eine Liebesgeschichte mit Tiefgang. Anders als das, was man bisher kennt. Unvorhersehbar. Wahr.

Wie kam der Titel zustande und hattest du Einfluss auf den Titel?

Mein Arbeitstitel war ein anderer: Nordwind. Nach einem Gedicht, das ich ganz am Ende zitiere. Nach einem langen Gespräch mit meinem Verlag sind wir aber auf die Idee gekommen, das Buch nach einem sehr emotionalen Kapitel zu benennen. Der Titel kommt auch in einem Eichendorff-Gedicht vor, das eine sehr große Rolle spielt. Im Nachhinein ist uns allen klar, dass es keinen anderen Titel für dieses Buch geben kann. Alles andere wäre schlichtweg falsch.

Und beim Cover? Wer hatte die Idee dazu?

Da haben wir lange überlegt. Alle gemeinsam: Der Verleger, ich und auch meine Lektorin. Schließlich kamen drei Ideen zustande und auch da wurde schnell klar, in welche Richtung es gehen soll. An den Details haben wir ziemlich lange gefeilt, bis jeder zufrieden war. Das Ergebnis ist perfekt geworden. Titel

Auch eine Verlagsautorin kommt um das Marketing nicht herum. Was hast du in der Hinsicht für Pläne?

Eine große Zeitung, die über das Buch berichtet, wäre toll!

Du bist auch Mutter eines Kleinkinds? Wie sieht es bei dir aus mit der Work-Life-Balance?

Balance? Was ist das denn?
Es ist ehrlich gesagt sehr stressig, da ich ausschließlich nachts arbeiten kann, wenn alles schläft. Von dem her leide ich seit einem Jahr an chronischem Schlafmangel.

Jetzt hast du alle Schritte hin zur Entstehung eines Buchs mal miterlebt. Was war für dich am aufregendsten?

Das Lektorat. Davor hatte ich am meisten Angst. Dass meine Geschichte verändert wird. Das sollte nicht passieren, da sie auf jeden Fall wahr bleiben musste. Wenn du als Lektorin darauf bestanden hättest, dass ich das Ende umschreibe, hätte ich nicht mit dir weiterarbeiten können. Aber das war ja nie ein Thema, da waren wir uns von Anfang an einig. Wie bei allem anderen eigentlich auch …
Und dann kamen die Testleser. Das war auch eine Sache für sich. Es war sehr anstrengend, da alle von der Geschichte sehr mitgerissen wurden und mich dann teilweise bis spät in die Nacht mit Fragen überhäuft haben.

Dein Buch beruht auf einer wahren Geschichte, wie man so schön sagt. Wie viel von dir selbst steckt in deiner Protagonistin und wie viel von deiner Geschichte ist wahr?

Ich BIN die Protagonistin. Es steckt alles von mir drin. Liebe, Schmerz und ganz viel Herzblut.

Die Geschichte ist genau so geschehen. Selbst die Dialoge sind weitgehend eins zu eins wiedergegeben. Als ich im Kopf zurück in der Vergangenheit war, konnte ich mich an alles ganz genau erinnern. Ich wusste sogar noch, was die jeweiligen Personen an bestimmten Tagen anhatten. Sehr zu deinem Leidwesen, weil du das alles wieder streichen durftest 😉
Oh, eine Sache habe ich erfunden: Den Sturz von Dannys Pony. Den gab es zwar zu einem anderen Zeitpunkt, aber wir haben uns nicht verletzt dabei. Das ist passiert, als wir von seinem Mountainbike gefallen sind. Aber das Pony hat einfach besser gepasst, weil es unbedingt mit in die Geschichte musste.

(Das Mountainbike hat sich natürlich nicht vor einem Traktor erschrocken. Es kam ein Stock in die Speichen …)

Wie hast du dich gefühlt, als dir der Verleger mitteilte, dass er seine pingeligste Lektorin auf dein Buch angesetzt hatte?

Ähm, ja … Ich war stinksauer! Am liebsten hätte ich in dem Moment alles hingeschmissen. Und ich war noch nie ein Mensch, der taktisch klug alles überspielt. Ich sage, was ich denke. Hast du ja gemerkt! Ich dachte, mein Verleger findet das Manuskript soooo schlecht, dass ich jemanden brauche, der alles umschreibt. Ist zum Glück nicht passiert.

Und wie war das Lektorat für dich? Was hast du dabei gelernt? Hättest du damit gerechnet, dass sich der Text derartig verändert? Ist es überhaupt noch dein Text?

Das Lektorat hat total viel Spaß gemacht! Ich habe so oft herzlich gelacht, als ich die vielen Kommentare und Anmerkungen gelesen habe. Und gestaunt, was da so alles ans Licht kam.
Angst hatte ich vor allem vor den Kürzungen, muss aber sagen, dass es das Buch ungemein verbessert hat. Die Sätze kamen viel besser zur Geltung, nachdem das Blabla drumherum weggefallen war und wir uns auf das Wesentliche konzentriert haben. Wie ein Schatz, den man nach und nach freischaufelt.
Und ja, es ist definitiv noch mein Text. Sonst wäre ich nicht einverstanden gewesen.

Jetzt mal zum Text selbst: Obwohl deine Geschichte autobiografisch ist, hast du dich entschieden, sie in Romanform zu veröffentlichen. Warum?

Ich weiß nicht. So war sie in meinem Kopf. Also musste sie so aufgeschrieben werden. Es kam nie in Frage, es anders zu schreiben … Und das Ergebnis zeigt, dass es richtig war. Autobiographien sind oft langweilig. Das kann man von meinem Roman nicht behaupten.

Deine Art, mit direkter Rede umzugehen, hat manche Testleser irritiert. Was kannst du dazu sagen?

Wir wollten das möglichst authentisch haben, auch die Gespräche. Daher haben wir nur in der Erzählung selbst bei indirekter Rede den Konjunktiv 1 verwendet. Bei indirekter Rede in den Dialogen haben wir darauf verzichtet und die Personen so sprechen lassen, wie sie es auch in meiner Erinnerung tun. Bei längeren Passagen in indirekter Rede haben wir den Indikativ gewählt, weil uns alles andere viel zu aufgesetzt klang.

Ungewöhnlich ist auch dein Erzählstil. Mal schreibst du aus deiner Sicht in der ersten Person – dann schreibst du plötzlich aus der Sicht anderer – in dritter Person. All das in der Vergangenheit. Und dann gibt es auch noch Passagen, in denen du die Gegenwart gewählt hast. Ist das nicht alles ein bisschen wirr?

Es ist überhaupt nicht wirr. Ich wollte jeden mal zu Wort kommen lassen. Es war mir wichtig, dass Jörg, Dannys Betreuer, erzählen darf. Um einfach auch eine Sicht auf Danny zu bekommen, die mir an dieser Stelle noch verborgen war.
Ich wollte auch Danny selbst zu Wort kommen lassen und dann natürlich auch Tina, seine beste Freundin.

Es stimmt, dass auch unwichtige Charaktere ein Kapitel aus ihrer Sicht bekommen haben. Bestimmt hätte ich darauf verzichten können, aber dann wäre dem Leser diese ganz andere Perspektive verloren gegangen. So wie die Dame auf der Beratungsstelle dachten damals viele. Sie ist stellvertretend für den neutralen Beobachter. Deswegen hat auch sie in dem Buch ihre Daseinsberechtigung. Um den Blick von außen auf das Geschehen zu ermöglichen.

In der Gegenwart sind nur die Traumphasen. Die erkennt man leicht an der kursiven Schrift und am Inhalt. Es ist also überhaupt nicht verwirrend. Außerdem sind meine Leser klug und aufmerksam, denen kann man durchaus zutrauen, diese Perspektivenwechsel zu verstehen.

Wirst du weiterschreiben?

Ich bin schon dabei. Im Sommer wird mein zweiter Roman erscheinen. Er handelt von Dannys Kindheit. Im Moment bin ich dabei, die Anmerkungen meines Verlages umzusetzen und einige Kapitel zum besseren Verständnis der Leser auszubauen.

Ganz herzlichen Dank dafür, dass du meine Fragen beantwortet hast, Jessica. Ich wünsch dir viel Erfolg mit deinem ersten Buch!

Hier gehts zu Jessicas Webseite. Dort gibts auch eine Leseprobe für euch. Rezensionen zum Buch gibt es, sobald das Buch draußen ist, ganz sicher hier. Bestellen kann man das Buch dort auch bereits.

 

 

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Das Veggie-Familienkochbuch

Nach vielen Jahren mit rein veganen Kochbüchern bekam ich mal wieder ein vegetarisches Kochbuch in die Hände: das Veggie-Familienkochbuch der Schwedinnen Sara Ask und Lisa Bjärbo. Nach einer Kurzinfo darüber, warum man häufiger vegetarisch essen sollte, und einigen wenigen FAQ zum Buch bzw. zu vegetarischer Ernährung kommt gleich der umfangreiche Rezeptteil.

Unterteilt sind die Rezepte in 4 Kategorien:

  • Chaos („schnelle“ Rezepte)
  • Normaler Alltag
  • Wochenendrezepte
  • Süßes und Fingerfood

Auffällig sind die wunderbar gelungenen Food-Fotos. Man sollte das Buch auf keinen Fall mit knurrendem Magen ansehen. Sehr gut gefallen haben mir auch die zahlreichen Mini-Infokästen, dank denen man einiges erfährt, was über die Rezepte hinausgeht. Ein Beispiel? Gleich im ersten Infokasten erfahren wir, dass Kinder zwischen 2 und 5 Jahren besonders skeptisch gegenüber neuen Lebensmitteln sind, dass man daran nicht verzweifeln soll – und welche Möglichkeiten es gibt, die Kinder trotzdem zum Probieren neuer Kreationen zu bewegen. Vielleicht haben die Autorinnen da ebenfalls Renz-Polster gelesen.

Das Veggie-Familienkochbuch

Das Veggie-Familienkochbuch

Der lockere Plauderton der sehr sympathisch aussehenden Autorinnen hat mir gut gefallen. Lediglich an einigen wenigen Stellen, an denen typisch skandinavische Zutaten genannt werden, merkt man, dass es sich überhaupt um eine Übersetzung handelt. Da hat Übersetzerin Christine Heinzius hervorragende Arbeit geleistet.

Wer an dieser Stelle nun Angst vor exotischen Zutaten bekommen hat, dem sei gesagt, dass sie unbegründet ist, denn wenn z. B. schwedisches Brot erwähnt wird, steht auch immer eine Alternative dabei, die man benutzen kann, wenn man dieses spezielle Brot nicht bekommt. Abgesehen davon kommt es fast nie vor, dass außergewöhnliche Zutaten verwendet werden.

Entgegen der Erwartungen handelt es sich auch nicht überwiegend um skandinavische Rezepte, sondern um eine bunte Mischung. Da gibt es Kartoffelquiche mit Trüffelsauce, Erdbeersalat mit Bulgur, fritierte Avocado (sic!), Limettenaioli oder auch Pasta rossa mit Knoblauchchampignons.

Es gibt Bücher, bei denen lacht mich eine Handvoll Rezepte an, der Rest führt dazu, dass ich mich frage, warum ich mir das Buch überhaupt gewünscht hatte. Das ist bei diesem Buch nicht der Fall: Ich finde die Rezeptauswahl sehr ansprechend, auch für Veganer. Positiv erwähnen möchte ich, dass sich die Autorinnen bemüht haben, unter den Großteil der Rezepte einen Hinweis zu schreiben, wie man das jeweilige Essen vegan zubereiten kann. Der erfahrene Veganer wird darüber manchmal schmunzeln, denn: Klar kann man Kuhmilch durch Pflanzenmilch ersetzen usw., aber auch viele der vegetarischen Alternativen, bei denen keine vegane Variante angegeben ist, lassen sich leicht veganisieren. Oder es wurde versäumt, die veganen Varianten anzugeben. Gnocchi z. B. sind längst vegan käuflich – da hat mir insgesamt öfter mal die Lokalisierung durch das Lektorat gefehlt. Das Endkorrektorat hat mich leider überhaupt nicht überzeugt.

Bei der Lektüre hatte ich irgendwie manchmal das Gefühl, dass das Buch einige Jahre zu spät auf den deutschen Markt gekommen ist, denn vegetarisches Essen wird darin als etwas Außergewöhnliches, fast schon Exotisches dargestellt. Das trifft in Deutschland schon lange nicht mehr zu – mag aber in Schweden ganz anders sein.

Etwas befremdlich fand ich die häufige Verwendung von Chili, Ingwer oder Koriander. Gut, ich liebe Koriander, aber Kinder sind frischen Kräutern gegenüber ja doch eher skeptisch – und scharfe Gerichte sind, zumindest bei den Kleinen, ein No-Go. Wobei die Autorinnen ja auch erwähnen, dass die Geschmäcker verschieden sind und nicht jedem alles schmecken wird.

Insgesamt ist das Veggie-Familienkochbuch ein sehr gelungenes Buch, das sowohl Standardrezepte der vegetarischen Küche als auch jede Menge superoriginelle, neue Rezeptideen enthält, die ich als sehr inspirierend empfunden habe. Habt ihr z. B. schon mal versucht, Kartoffelpuffer im Ofen statt in der Pfanne zuzubereiten?

Dieses Buch ist etwas Besonderes – und für alle, die sich für vegetarische Kinderernährung interessieren, sehr zu empfehlen.

Ich bedanke mich herzlich beim Landwirtschaftsverlag für das Rezensionsexemplar.

Ein Kommentar

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Buchveröffentlichung im Eigenverlag – ein Interview mit Astrid Rußmann

Neues Jahr, neue Idee: Ab sofort wird es auf meinem Blog ab und an Interviews mit Menschen geben, die mich beeindruckt haben. Heute erzählt euch die Autorin Astrid Rußmann etwas über ihr neues Buch, über Ängste vor und Probleme mit Lektoren sowie über Self-Publishing und Marketing fürs eigene Buch. Viel Spaß!

Astrid, ist das dein erstes veröffentlichtes Buch? Wann sind die Geschichten entstanden und wie lange hat die Überarbeitung gedauert?

Klios Archive“ ist nicht meine erste Veröffentlichung. Ich habe 2007 schon einmal einen Historischen Roman bei BoD veröffentlicht, der aber inzwischen nicht mehr auf dem Markt ist. Die 14 Geschichten aus „Klios Archiven“ sind danach entstanden, in der Erstversion irgendwann in den Jahren 2010 bis 2013, würde ich sagen. Ich kann das nur schätzen, weil ich laufend neue Geschichten schreibe und im einzelnen nicht mehr weiß, wann welche genau entstanden ist. Die jetzt veröffentlichten Versionen sind allerdings gerade ein paar Wochen alt. Letzter Lektoratsdurchgang war im Dezember 2015.

Was hat dich dazu bewegt, deine Kurzgeschichten selbst zu veröffentlichen?

Da gibt es viele Gründe: Ich habe durchaus einige erfolglose Versuche hinter mir, auf herkömmlichem Weg einen Verlag zu finden. Keine Chance! Ich bin ein Niemand, und Kurzgeschichten sind ein Sujet, das bei Verlagen nicht gern gesehen ist. Und ich habe auch zweimal die Erfahrung gemacht, daß Verlage, von denen ich bereits eine Zusage hatte, erst alles endlos in die Länge gezogen haben und dann plötzlich abgesprungen sind, als es ernst werden sollte. Kein schöner Stil. Aber ich will die Schuld nicht allein den Verlagen zuschieben. Vielleicht war, was ich angeboten habe, auch nicht gut genug. Darüber hinaus bin ich inzwischen so weit zu glauben, daß der Selbstverlag durchaus seine Vorteile hat. Der größte: Man ist Herr über sein eigenes Buch. Einem sog. Self-Publisher kann niemand reinreden, wie lange sein Buch im Handel erhältlich bleibt, was es kosten soll und wann es Zeit für den Nachfolger wird. Es gibt keinerlei Druck, es sei denn, man macht ihn sich selbst. Aber es gibt auch Nachteile, die man nicht unterschätzen sollte. Man darf nämlich nicht nur alles selbst machen und entscheiden, man muß es. Was z. B. rechtliche Fragen angeht, da steht man völlig allein da. Und man wird mit vielen rechtlichen Problemen konfrontiert, von denen man vorher nicht einmal wußte, daß es sie gibt: Muß ich Pflichtexemplare an Landesbibliotheken abliefern? Muß ein Impressum ins Buch, und wie muß es aussehen? Welche Bilder, Töne, Musik, Zitate darf ich für Werbezwecke oder im Buch verwenden? Zu all dem gibt es inzwischen Hilfen, Dienstleister jeder Art, aber man muß sich selbst darüber klar werden, welche Hilfe man überhaupt braucht und wo man sie finden kann.

Wie hast du dich auf die Veröffentlichung vorbereitet? Welche Werbemaßnahmen hast du ausprobiert?

Ich habe mir schlicht und einfach zwei, drei Handbücher für Selbstverleger besorgt, bin im Internet auf einschlägigen Seiten unterwegs und habe auch Kontakt zu verschiedenen Facebook-Gruppen, die sich mit Marketing für Autoren beschäftigen. Aber wirklich vorbereitet, so mit Marketing-Plan und allem Drum und Dran, war ich eigentlich nicht. Im Grunde bin ich immer noch am Experimentieren und Ausprobieren, was geht und was nicht geht. Learning by doing. Was mir aber besonders viel Spaß gemacht hat, war, mir einen Buchtrailer zu basteln. Den habe ich jetzt bei YouTube und auf meiner Autorenseite bei Amazon reingestellt, und er läuft auch auf einer Seite, die sich darauf spezialisiert hat, Bücher mittels Leseproben vorzustellen. Ich suche noch nach weiteren Möglichkeiten, ihn unters Lesevolk zu bringen. Mal sehen, ob ich erfolgreich bin.

Ich drück dir die Daumen. Ist es schwierig, so einen Trailer herzustellen?

Einen Oscar kriegt mein Trailer sicher nicht. Es gibt da Profis, die das auf jeden Fall besser können als ich. Aber ich finde, für die einfachen Mittel, die mir zur Verfügung standen, ist er ganz ordentlich geworden. Ich habe ihn mit dem Movie Maker von Windows gemacht. Die Bilder, die ich verwende, sind alle gemeinfrei. Ein Glücksgriff, wie ich finde, war die erdige und ein bißchen mystisch angehauchte Musik, die ich in einer Sound-Datenbank gefunden habe. Ich mußte da natürlich aufpassen, daß ich die Creative-Commons-Lizenz beachte, unter der das Stück verwendet werden darf. Das hat mich am meisten Nerven gekostet. Das Technische bekam ich mit ein bißchen Rumprobieren bald heraus. Du siehst: Das Rechtliche ist oftmals schwieriger als das Technische.

Für diejenigen, die gerade zum ersten Mal von deinem Buch hören: Worum gehts?

„Klios Archive“ sind fiktive historische Kurzgeschichten; wenn man so will: eine kleine und – wie ich hoffe – unterhaltsame Reise durch Zeit, Raum und Weltgeschichte. Es kommen jede Menge illustre Persönlichkeiten darin vor: Heinrich Heine, Abraham Lincoln, Walther von der Vogelweide, der Apostel Paulus … Sie sind durchaus nicht nur für Geschichtsfreaks gedacht, sondern gerade für Leute, denen der Unterricht in der Schule jegliches Interesse an Historischem ausgetrieben hat. Ich hoffe, auch diesen Menschen klarzumachen: Siehst du? Sooo staubtrocken, wie du immer geglaubt hast, ist Geschichte eigentlich gar nicht. Und wenn dem Leser bei der ein oder anderen Story noch ein kleines „Aha“ entfleucht, dann bin ich zufrieden.

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Klios Archive

 

Als ich zum ersten Mal einen Blick auf eine deiner Geschichten warf, habe ich mich gefragt, was ich daran eigentlich ändern soll, denn in der Rechtschreibung bist du so firm wie kaum eine andere Autorin, die ich kenne. Warum hast du dich trotzdem für ein Lektorat entschieden?

Die Rechtschreibung ist ja nur ein Aspekt, zwar wichtig, vor allem für eine Perfektionistin wie mich, aber eben nicht alles. Als Autor ist man seinem eigenen Text gegenüber betriebsblind. Man ist so mit ihm verwoben, daß man seine Schwachstellen einfach nicht findet. Da kann man noch so suchen! Irgendjemand muß von draußen draufschauen und die Unstimmigkeiten hervorholen: stilistische Platitüden, Wiederholungen, fehlender Spannungsbogen, inhaltliche Widersprüche, Grammatikfehler, unverständliche Passagen … Die Liste ist endlos. Das kann der Autor selbst nur sehr bedingt leisten. Es hilft immer schon ein bißchen, wenn man jemanden im Bekanntenkreis findet, der ein gutes Auge hat. Aber die eigenen Freunde, selbst wenn sie Schwachstellen finden, trauen sich oftmals nicht, Tacheles mit dem Autor zu reden. Der könnte ja beleidigt sein. (Was viele auch tatsächlich sind.) Also muß jemand her, dem es egal ist, ob er mit seiner Kritik die Freundschaft des Autors aufs Spiel setzt oder nicht: jemand außerhalb des privaten Umfelds und am besten ein Profi, der auch weiß, worauf er achten muß. Kurz und gut: Es bedarf eines Lektors.

Ich höre immer mal wieder, dass Autoren Angst davor haben, dass der böse Lektor ihr Buch verschlimmbessert und am Ende gar nichts mehr von ihrem Werk übrig ist. Kannst du diese Angst verstehen und ging es dir ähnlich? Und: War die Angst begründet?

Natürlich kann ich diese Angst verstehen. Es ist mir sogar schon mal so ergangen, wenn auch im kleinen Rahmen: Mir hat vor ein paar Jahren der Lektor einer Anthologie, zu der ich eine meiner Geschichten beigesteuert habe, sämtliche „Abtönpartikel“ (also Wörter wie „eigentlich“, „doch“, „mal“) gestrichen. Ich weiß ja, daß ich dazu neige, diese Wörter inflationär einzusetzen, aber ab und zu braucht man sie „halt“, weil sie eine Aussage transportieren können, die es ohne sie nicht gäbe. Da habe ich dem Lektor dann klargemacht, daß es so nicht geht. Allerdings gab es für die Veröffentlichung in der Anthologie auch kein Honorar für mich. Dazu kam, daß es sich um einen unbedeutenden Verlag handelte. Fragt sich, ob ich so strikt auch reagiert hätte, wenn es um die Veröffentlichung von „Klios Archiven“ als Ganzem bei einem marktmächtigen Publikumsverlag gegangen wäre. Wahrscheinlich nicht! Ein Vorteil mehr also, der im Self-Publishing liegt. Darum hatte ich auch keine Angst vor der Zusammenarbeit mit dir. Ich wußte ja: Als Auftraggeberin würde ich das letzte Wort haben. Dennoch war mir klar, daß ich auch hierbei natürlich Maß und Mitte würde wahren müssen. Warum auch hätte ich deine Dienste als Lektorin bezahlen und dann alle deine Änderungsvorschläge ablehnen sollen? Wäre ja Quatsch gewesen. Ein Autor muß die Kritik auch eines wirklich fähigen Lektors zwar nicht immer akzeptieren. Er sollte sie aber immer ernst nehmen, immer gut durchdenken und die Sache gegebenenfalls mit ihm besprechen. Das hat zwischen uns beiden doch hervorragend geklappt, und ich glaube, es hat beide Seiten weitergebracht. Meine Geschichten haben auf jeden Fall vom Lektorat profitiert. Und noch eines: Kritikfähig muß man natürlich sein, wenn man einen Lektor engagiert. Beleidigt sein ist nicht, solange Kritik sachlich und inhaltlich begründet vorgetragen wird!

Dein E-Book ist seit Anfang des Jahres käuflich. Wie fühlst du dich damit und was sind deine weiteren Pläne?

Ich fühle mich immer noch ein bißchen so, als hätte Gerard Butler mich zum Rendezvous gebeten. Der Vorgang des Veröffentlichens an sich ist fast so spannend wie das Schreiben. Es ist nicht nur ein bißchen Stolz dabei, daß ich es überhaupt hingekriegt habe, es macht auch unglaublich viel Spaß, auszutarieren, was ich nun noch machen kann. Einen Trailer habe ich schon gebastelt; zur Zeit versuche ich, die Lesung einer der „Klio“-Geschichten aufzuzeichnen – mit Intro und Geräuschkulisse aus Krähengekrächze, rauschendem Wasser usw. Natürlich muß ich jetzt erst mal in den Marketing-Fragen firm werden, und dann irgendwann setze ich mich wieder hin und arbeite an den nächsten 14 Geschichten von „Klios Archiven“. Es soll daraus ein Reihe entstehen, und ich hoffe, mir in nicht allzu ferner Zukunft so was wie eine kleine Fangemeinde aufzubauen, die immer wieder Lust auf neue historische Miniaturen hat.

Wann wird es „Klios Archive“ als Print-Version geben?

Kann ich noch nicht sagen. Mir macht die Buchsatz-Problematik ein bißchen zu schaffen, und ein Taschenbuch-Cover zu entwerfen ist sicher auch nicht so einfach. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Hürden zu umgehen, die dann aber auch wieder eine finanzielle Investition erfordern. Es soll aber auf jeden Fall ein richtiges Buch geben. Ich will „Klios Archive“ schon bei mir im Schrank stehen haben. Und öffentliche Lesungen ohne Verkaufsexemplare sind auch nicht so ganz das Wahre. Aber Tatsache ist auch: Das gedruckte Buch eines unbekannten Autors wird es kaum in die Buchhandlung um die Ecke schaffen, ergo: Es wird nicht gesehen und darum auch nicht gekauft. Das E-Book eines unbekannten Autors ist leichter zu verkaufen, weil die Internetwelt ihm mehr Möglichkeiten bietet, es sichtbar zu machen. Deshalb ist das E-Book der wichtigere Part. Dennoch: Sobald ich den „Stein der Weisen“ gefunden habe, kommt der Druck. Das geht ja im Grunde ebenso von heute auf morgen wie die Veröffentlichung des E-Books.

Was ist deine Botschaft an andere Autoren, die über das Self-Publishing nachdenken?

Zunächst mal das, was auch früher schon gegolten hat, als man für die Veröffentlichung noch die Hilfe eines Verlags brauchte: Sorgt für ein ordentliches Manuskript. Orthographische und sprachliche Fehler sind eine ganz schlechte Visitenkarte. Wenn ihr damit Schwierigkeiten habt, dann sucht euch unbedingt jemanden, der zumindest darin firm ist. Wenn es euch nicht gerade finanziell ruiniert, dann sucht euch für Stil und Inhalt am besten auch noch einen Lektor. In jeder Phase der Veröffentlichung gilt: Seht euch um im Netz. Dort gibt es jede Menge Rat für Self-Publisher. Aber schaltet dabei das Hirn nicht aus. Es gibt auch dort wie überall, wo sich ein Trend auftut, mit dem man Geld verdienen kann, Abzocker. Einen Königsweg zum Bestseller-Autor gibt es sowieso nicht. Wenn ihr einen Job habt: Bitte nicht gleich kündigen. Vielleicht könnt ihr ihn in Zukunft noch mal brauchen, nämlich dann, wenn die Verkaufszahlen trotz aller Mühen nicht aus dem Keller kommen. Und bitte nicht zu dünnhäutig sein. Wer veröffentlicht, der muß damit rechnen, daß er seine geistigen Ergüsse auch um die Ohren gehauen kriegt, auch wenn er sich selbst für den neuen Thomas Mann hält – und sogar, wenn er der tatsächlich wäre.

Astrid, ganz herzlichen Dank für dieses spannende Interview!

Im Dezember habe ich übrigens auch selbst was über das Schreiben geschrieben. Meinen Beitrag im Rahmen der Texttreff-Blogwichtelaktion findet ihr auf dem Blog von Petra A. Bauer.

 

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